Bildschirmschoner
Vor einigen Jahren noch war es für Bildschirme ein Problem, wenn sie längere
Zeit das gleiche Bild zeigen mussten - gerade bei helleren Flächen konnte sich
das Bild in den Bildschirm einbrennen. Grund dafür ist die Art, wie bei normalen
Bildschirmen das Bild erzeugt wird: Ein steuerbarer Elektronenstrahl wird in
einer Vakuum-Bildschirmröhre auf eine beschichtete Glasfront geschossen, wo
die Elektronenstrahlung in Licht umgewandelt wird. Die hohe Energie der Elektronen
konnte bei immer gleichem Bild dann die Beschichtung schädigen.
Daher war es für den Bildschirm besser, ein dunkles, bewegtes Bild zu zeigen,
wenn er zwischenzeitlich nicht gebraucht wurde - so entstanden Bildschirmschoner.
Heutige Monitore sind wesentlich besser: Die Elektronenstrahlen sind schwächer,
die Beschichtungen stabiler, so dass das Einbrennen von Bildern kaum noch vorkommt.
Flachbildschirme haben das Problem überhaupt nicht, weil sie das Bild anders
erzeugen.
Heute haben Bildschirmschoner neue Aufgaben gefunden: Oft dienen sie der Unterhaltung.
Witzige oder schöne Bildschirmschoner werden unter Internet-Nutzern weltweit
ausgetauscht.
1996 produzierte die US-Firma Pointcast einen Bildschirmschoner, auf
dem aktuelle Nachrichten gezeigt wurden, die im Hintergrund geladen worden waren,
wenn der Rechner online war. Die angezeigten Informationen konnte man selbst
auf dem Bildschirm konfigurieren. Diese Form der Nachrichtenverbreitung konnte
sich allerdings nicht durchsetzen.
1999 startete eine amerikanische Forschergruppe ein Bildschirmschoner-Projekt,
um Rechenkapazitäten auf viele einzelne PCs zu verteilen: SETI@home (search
for extraterrestrial intelligence at home) ist ein großes Distributed-Computing-Projekt.
Riesige Datenmengen, die mit einem Radioteleskop bei der Himmelsbeobachtung
gesammelt werden, werden in kleinere Informationshäppchen aufgeteilt und auf
die Rechner der Bildschirmschoner-Nutzer geschickt. Diese werten die Daten auf
ihrem PC in der Zeit aus, in der der Bildschirmschoner läuft, und schicken die
Ergebnisse zurück. Damit sollen unnatürliche Signale aus dem Weltraum identifiziert
werden - SETI@home sucht Außerirdische. Die Gemeinde dieses außergewöhnlichen
Forschungsprojekts ist inzwischen auf 2 Millionen Nutzer angewachsen.
MoneyBee® funktioniert nach
einem ähnlichen Muster wie SETI@home, die Art der Berechnungen ist aber völlig
anders: MoneyBee® arbeitet
mit künstlicher Intelligenz mit Hilfe von neuronalen
Netzen. Ein weiterer Unterschied von MoneyBee®
ist der Nutzwert: Bei unserem Bildschirmschoner werden Informationen geschaffen,
die dann direkt den Nutzern wieder zur Verfügung gestellt werden: Aktienkursprognosen
und redaktionelle Auswertungen der Ergebnisse.
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