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  24.07.2008
 
 

Bildschirmschoner

Vor einigen Jahren noch war es für Bildschirme ein Problem, wenn sie längere Zeit das gleiche Bild zeigen mussten - gerade bei helleren Flächen konnte sich das Bild in den Bildschirm einbrennen. Grund dafür ist die Art, wie bei normalen Bildschirmen das Bild erzeugt wird: Ein steuerbarer Elektronenstrahl wird in einer Vakuum-Bildschirmröhre auf eine beschichtete Glasfront geschossen, wo die Elektronenstrahlung in Licht umgewandelt wird. Die hohe Energie der Elektronen konnte bei immer gleichem Bild dann die Beschichtung schädigen.

Daher war es für den Bildschirm besser, ein dunkles, bewegtes Bild zu zeigen, wenn er zwischenzeitlich nicht gebraucht wurde - so entstanden Bildschirmschoner.

Heutige Monitore sind wesentlich besser: Die Elektronenstrahlen sind schwächer, die Beschichtungen stabiler, so dass das Einbrennen von Bildern kaum noch vorkommt. Flachbildschirme haben das Problem überhaupt nicht, weil sie das Bild anders erzeugen.

Heute haben Bildschirmschoner neue Aufgaben gefunden: Oft dienen sie der Unterhaltung. Witzige oder schöne Bildschirmschoner werden unter Internet-Nutzern weltweit ausgetauscht.

1996 produzierte die US-Firma Pointcast einen Bildschirmschoner, auf dem aktuelle Nachrichten gezeigt wurden, die im Hintergrund geladen worden waren, wenn der Rechner online war. Die angezeigten Informationen konnte man selbst auf dem Bildschirm konfigurieren. Diese Form der Nachrichtenverbreitung konnte sich allerdings nicht durchsetzen.

1999 startete eine amerikanische Forschergruppe ein Bildschirmschoner-Projekt, um Rechenkapazitäten auf viele einzelne PCs zu verteilen: SETI@home (search for extraterrestrial intelligence at home) ist ein großes Distributed-Computing-Projekt. Riesige Datenmengen, die mit einem Radioteleskop bei der Himmelsbeobachtung gesammelt werden, werden in kleinere Informationshäppchen aufgeteilt und auf die Rechner der Bildschirmschoner-Nutzer geschickt. Diese werten die Daten auf ihrem PC in der Zeit aus, in der der Bildschirmschoner läuft, und schicken die Ergebnisse zurück. Damit sollen unnatürliche Signale aus dem Weltraum identifiziert werden - SETI@home sucht Außerirdische. Die Gemeinde dieses außergewöhnlichen Forschungsprojekts ist inzwischen auf 2 Millionen Nutzer angewachsen.

MoneyBee® funktioniert nach einem ähnlichen Muster wie SETI@home, die Art der Berechnungen ist aber völlig anders: MoneyBee® arbeitet mit künstlicher Intelligenz mit Hilfe von neuronalen Netzen. Ein weiterer Unterschied von MoneyBee® ist der Nutzwert: Bei unserem Bildschirmschoner werden Informationen geschaffen, die dann direkt den Nutzern wieder zur Verfügung gestellt werden: Aktienkursprognosen und redaktionelle Auswertungen der Ergebnisse.

 
 
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