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  19.11.2008
 
 

Qualitätsberechnung

Die Qualität der Netze auf Ihrem PC und die Qualität der Prognosen auf den Internet-Seiten sind verschiedene Dinge: Die Qualität des Netzes (sichtbar in der Bildschirmschoner-Grafik links oben) wird aus Kontrolldaten in der Vergangenheit ermittelt und zeigt in einer definierten Skala, wie gut das von Ihnen berechnete Netz ist. Die Prognose-Wahrscheinlichkeiten auf der Website in Prozent zeigen dagegen an, wie oft die dort veröffentlichte Prognose in der letzten Zeit zugetroffen hat (in %). Das erlaubt eine Aussage darüber, wie wahrscheinlich (im Rahmen einer bestimmten Toleranz) es ist, dass die Vorhersage auch eintritt.

Die Qualitäts-Bewertung der Prognosen en detail:

Die Trefferquote der Prognosen (Qualität), die ein Maß für die künftige Zuverlässigkeit ist, wird mit zwei Prozentzahlen ausgedrückt, direkt in der nächsten Spalte hinter den jeweiligen Prognosen: Zwei zweistellige Zahlen xx/yy, wobei xx die Tendenz-Treffer-Quote und yy die Korridor-Treffer-Quote in Prozent sind. Man muss mit diesen Werten allerdings etwas vorsichtig sein: Sie sagen aus, wie gut unsere Prognosen in der Vergangenheit waren - wenn sich beispielsweise grundsätzliche Veränderungen in der Zwischenzeit ergeben haben, kann das für die Zukunft anders aussehen. Aber es ist schon ein guter Hinweis, um auch künftig eine gute Qualität erwarten zu können. Zu den Werten im Einzelnen:

Die Tendenz-Qualität (vordere Zahl) ist ganz einfach: Die sagt aus, wie viele der Prognosen während der letzten 25 Handelstage in der einfachen Aussage "steigt" oder "fällt" richtig waren. Wir haben die Tendenz-Qualität eingeführt, weil sie dem Wahrscheinlichkeitsverständnis der meisten Nutzer näher liegt als die Korridor-Qualität (siehe unten). Würden wir würfeln oder raten, so würde bei der Tendenz immer ein Wert um die 50 % stehen ("Rauschen"). Alle größeren Werte sind Prognose-Erfolge der Netze. Wir sind dabei ganz hart: Wenn eine Prognosen eine Steigerung von +0,1 % voraussagt, wir aber -0,1 % vorhergesagt haben, bewerten wir die Tendenz als falsch - obwohl das Netz gut ist, denn die Abweichung von 0,2 % ist wirklich unbedeutend. Aber irgendwo muss man die Grenze eben ziehen. Das ist übrigens auch der seltene Fall, dass die Tendenz-Qualität auf "nein" steht, die Korridor-Qualitätsprüfung aber "ja" ergibt - nämlich für den Korridor "seitwärts" (-0,3 bis +0,3 % bei Tagesprognosen).

Die Korridor-Qualität (hintere Zahl) dagegen zeigt, wie genau die Prognosen sind. Wir haben dazu die Prognosen in sieben Korridore eingeteilt: Neben der Bewegung seitwärts (kaum Kursänderung) gibt es leicht, mäßig und stark steigend bzw. fallend. Eine Prognose gilt als zutreffend, wenn sie die richtige Stufe getroffen hat, Treffer in den Nachbarkorridor werden als halbe Treffer gewertet. Die Korridore sind nach den realen Marktbewegungen definiert - aus unseren historischen Daten wurden sie so festgelegt, dass auf jeden der sieben Korridore im Schnitt auch ein Siebtel der Treffer entfällt. Damit ist die Einschätzung "steigt oder fällt leicht, mäßig, oder stark" bzw. "seitwärts" auch so objektiv wie möglich. Eine leichte Verschiebung dieser Wahrscheinlichkeiten ergibt sich natürlich aus der unterschiedlichen Volatilität der Werte (z.B.: mehr Extremtreffer im Nemax), aber es wäre viel zu kompliziert, das jedem einzelnen Fall anzupassen - man würde die Übersichtlichkeit verlieren, müsste die Werte dauernd anpassen (und dabei ginge auch die Vergleichbarkeit verloren!) und seitenweise Erklärungen dazuliefern. Das wäre nicht praktikabel.

Die Wahrscheinlichkeit, den richtigen Korridor zu treffen, beträgt 1/7, wenn man die Nachbarkorridor-Halbtreffer dazurechnet, dann ergibt sich für die Korridorqualität eine statistische Trefferchance von 13/49, da die Extremwerte (stark steigend oder fallend) nur einen inneren Nachbarkorridor haben. Insgesamt entspricht das also einer statistischen Korridorqualität von 26,53 % ("Rauschen"). Alle höheren Treffer-Prozentzahlen sind Prognose-Erfolge der Netze. Die verschiedenen Korridore hinterlegen wir zur Verdeutlichung mit passenden Farben (gründ für steigend, rot für fallend) - eine Erklärung zu den Farbcodes der Prognosen finden Sie hier.

Zur Qualitätsberechnung des Netzes (Schoner-Wabe links oben):

Die Qualitätskurve steigt während des Trainings des Netzes an. Gemessen wird die Prognoseleistung anhand von zufällig aus den gesamten Kursdaten ausgewählten Zeitabschnitten. Das Netz wird darauf angesetzt und die Abweichung vom wirklichen historischen Wert in % ermittelt. Dargestellt werden nur Fehler, die kleiner als 10 % sind. Die Kurve ist quadratisch aufgetragen, weil so die Bewegungen bei höherer Qualität leichter wahrgenommen werden kann. Für mathematisch Interessierte lautet die Formel genau:

Wobei x die durchschnittliche Abweichung der Prognose vom realen Kurswert in % ist, f(x) dann die Qualität der Berechnung.


 
 
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i42 übernimmt keine Gewähr für die Richtigkeit der Angaben