Nach dem Crash aus "Palma Kurier", Mallorca, deutschsprachige Wochenzeitung für die Balearen, 20. April 2001
Die Zeiten, in denen der Anleger jede Aktie aus dem DAX ungeprüft kaufen konnte und trotzdem garantiert hochprozentig im Plus lag, sind spätestens seit September 2000 endgültig vorbei. Nackte Angst regiert inzwischen das Anlegerverhalten, der Markt ist total ausverkauft, niemand weiß so recht, was er kaufen soll. In solchen Zeiten sind Informationen wichtiger denn je, um sich vor Verlusten zu schützen und die richtigen Aktientitel in das Depot zu legen.
Im Internet finden sich zum Thema Börse viele hilfreiche Seiten. Unter www.n-tv.de findet der surfende Aktionär in der Rubrik Wirtschaft/Börse eine breite Palette an Informationen und Angeboten bis hin zur Möglichkeit, ein eigenes Musterdepot einzurichten, mit
dessen Hilfe sich die Entwicklung des fiktiven oder tatsächlichen Vermögens ständig aktualisieren läßt.
Unter www.aktiencheck.de findet der Surfer eine Übersicht über die
aktuellsten Börsenempfehlungen der renommiertesten Analysten. Selbstverständlich kann der Anleger hier auch die aktuelle Entwicklung aller wichtigen Indizes anschauen, von dort direkt in die einzelnen Aktien wechseln und sich über Kursverlauf und Experteneinschätzungen informieren.
Gibt der Anleger www.dax.de im Browser ein, landet er auf den Seiten der Deutschen Börse. Diese Seiten sind besonders für diejenigen interessant, die ihre Anlageentscheidungen ohne Berater treffen wollen. Eine große Zahl an Informationen für Fundamentalisten findet sich hier für die gelisteten Unternehmen.
Charttechnisch orientierte Anleger werden ihre helle Freude an der Seite www.moneybee.de haben. Denn die Firma i42 Informationsmanagement hat ein Prognosetool ins Internet gestellt, das es so bisher nicht gab.
Der Nutzer wird zum Teil des virtuellen Bienenstockes und leistet seinen Beitrag, indem er den eigenen Computer zur Berechnung von komplexen Voraussagen zur Verfügung stellt.
Die zurückgesendeten Daten werden gesammelt, ausgewertet und verknüpft, die daraus resultierenden Prognosen über die künftige Kursentwicklung werden kostenfrei für alle fleißigen Bienchen bereit gehalten.
Da das Programm lernfähig ist, wird die Qualität der Vorhersagen ständig besser. Zur Zeit beteiligen sich 8.300 Internetnutzer, die das nötige Programm heruntergeladen haben und im Schnitt alle zweieinhalb Tage ein Datenpaket berechnen lassen. Bereits jetzt hat der Bienenstock eine Rechenleistung, die einem Großrechner entspricht.
Dirk Mutters
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