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Info-Perlenaus: "c't", 18.12.2000
Wo man online Profi-Börseninformationen findet
Angst herrscht an den Märkten, und Angst macht blind. Dabei wäre jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen, den ersten Teil der klassischen Börsenregel: 'Buy low, sell high' zu befolgen. Nur sollte jeder Anleger vorher genauestens wissen, welche Papiere er warum kaufen will. Das Internet jedenfalls hält alle notwendigen Informationen dazu bereit.
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Auf die massenhafte Zusammenarbeit mit Interessierten setzt das Projekt MoneyBee, das ähnlich wie SETI@home (Search for Extraterrestrial Intelligence at Home) funktioniert. Die Rechner von Tausenden und mehr angeschlossenen Internet-Nutzern arbeiten mittels verteilten Rechnens (Distributed Computing) an der Vorhersage von Kursen oder Indizes, die auf Analysen von neuronalen Netzen beruhen. Die anfallenden Datenmengen teilt das Hauptprogramm in kleinere Informationshäppchen auf und schickt sie an die angeschlossenen Rechner. Dort ist jeweils ein MoneyBee-Bildschirmschoner installiert, der in den Pausen die jeweiligen Einzeldaten auswertet und an den MoneyBee-Server zurückschickt. Als Belohnung bekommen alle Nutzer Einblick in die erstellen Aktienkursprognosen und deren redaktionelle Auswertungen.
So verführerisch die Kursprognosen auch sein mögen und gleich, auf welchen Verfahren sie beruhen, sie liefern nicht mehr und nicht weniger als interessante Stimmungsbilder, die jederzeit auf Grund von aktuellen Ereignissen umschlagen können. In diesem Sinne sichern sich alle Prognoselieferanten ab, indem sie die Besucher ihrer Seiten ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Vorhersagen und Empfehlungen keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und auch kein Angebot zum Kauf, Halten oder Verkauf von Wertpapieren darstellen.
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